Neuzugang auf der MonRo Ranch...

GaenseVor einigen Wochen bekamen wir die Info über zwei einsame Gänse, die seit geraumer Zeit auf einer eingezäunten Wiese leben. Ein Nachbar kümmerte sich darum, dass die Gänse zumindest immer genügend Wasser und etwas Brot bekamen. Der Obstbaum auf dem Gelände sicherte den Schätzen das Überleben. Der Hinweis an uns kam vom Margitta Webber, die nicht müde wurde auch immer wieder beim VetAmt anzurufen. Denn ohne eine Beschlagnahmung konnten wir nicht tätig werden. Gestern war es dann endlich so weit, die Gänse durften umziehen. Und wer kann besser Federvieh fangen als unsere Jutta Olbricht? Die Antwort ist: Niemand! Also haben wir Jutta und zwei Tranaportboxen eingepackt und los ging es. Unter Körpereinsatz und einem gekonnten Wurf direkt in den Schlamm hatte Jutta dann auch schon den ersten Schatz gepackt und in die Box verfrachtet. Nummer zwei folgte unter Protest ganz flott. Auf der Ranch angekommen wurde erst mal der Katzenauslauf für die Sicherstellung zweckentfremdet. Freddy, der halbblinde Ganter hat vor Staunen den Schnabel nicht mehr zubekommen und hat die neuen Nachbarn lautstark begrüsst. Nachdem sich beide erst einmal wie verrückt über das bereitgestellte Futter hergemacht haben, wurde sogar gestern schon gebadet. Das Pärchen braucht jetzt noch Namen und am besten gleich auch Paten! Vorschläge sind erwünscht.

Du willst die Beiden kennenlernen, dann komm vorbei und überzeuge Dich davon, dass wir versuchen unseren Tieren ein so artgerechtes Zuhause wie möglich zu bieten. Ab 12 Uhr stehen alle wieder bereit und freuen sich auf Euren Besuch.

Ist es nicht wundervoll wie wir Menschen uns freuen können, wie unser Herz aufgeht, wenn ein Tier aus der Not gerettet wird? Günther und Ella sind Gänse und tausende und abertausende ihrer Artgenossen leiden insbesondere heute größte Not. Denn heute ist Sankt Martin. Und heute, so will es die Tradition, gibt es ihm zu Gedenken ein Festmahl, bei dem eine Gans ihr Leben lassen muss. Darum möchten Günther und Ella ihre neu erlangte Aufmerksamkeit in unserem kleinen Kreise von Tierfreunden nutzen um etwas zu sagen:

„Schau mir in die Augen.
Realisiere, dass ich ein Lebewesen bin, wie Du.
Realisiere, dass ich ein Herz und ein Gehirn habe, wie Du.
Realisiere, dass ich Beziehungen zu Familie und Freunden pflege, wie Du.
Realisiere, dass ich eine eigene Persönlichkeit habe, wie Du.
Realisiere, dass ich Gefühle habe, Liebe und Schmerzen empfinden kann, wie Du.
Realisiere, dass ich nichts weiter will als in Frieden leben, wie Du.
Realisiere, dass Dein Wunsch ein leckeres Festmahl zu essen nicht mehr Wert sein kann,
als mein Wunsch nicht sterben zu müssen...

Heute ist Sankt Martin.
Sankt Martin war ein guter Mann.
Feiere sein Gedenken nicht mit dem Tod einer meiner Verwandten.
Halte Sankt Martins gute Taten in Ehren, indem auch Du eine gute Tat tust.
Rette ein Leben.
Bereite Dir und Deiner Familie doch einfach ein Festmahl aus Gemüse.

Denn Gemüse ist kein Lebewesen, wie wir.
Gemüse hat kein Herz und kein Gehirn, wie wir.
Gemüse hat keine Familie und keine Freunde, wie wir.
Gemüse hat keine Persönlichkeit, wie wir.
Gemüse hat keine Gefühle, empfindet keine Liebe und keinen Schmerz, wie wir.
Gemüse hat nicht das Bedürfnis in Frieden zu leben, wie Du
und wie ich...“

Hier findest Du ein paar Rezeptvorschläge, ohne tote Gans:
https://akademie-der-weltretter.de/die-10-besten-veganen-w…/

Die obige Botschaft von Günther und Ella gelten übrigens auch zu Weihnachten oder zu Ostern, oder zu Hochzeiten, oder eigentlich an jedem Tag. Denn wenn wir gesund und lecker essen können, ohne dass dafür ein Tier leiden und sterben muss - warum tun wir es dann nicht einfach?

Tipps und Anregungen für ein Leben im Einklang mit dem Leben findest Du in der kostenlosen App: Veganstart